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SPD: „Die Bürger mit ins Boot holen“

„Die zweite Fassung des Wirtschaftsplans der Kurbetriebe der Stadt Bad Breisig (Römer-Thermen) sieht einen Fehlbetrag von 385.000 Euro statt der ursprünglichen 723.000 Euro vor. Dies ist im Wesentlichen nur möglich durch neue Preisfestsetzungen ab 01.04.2016, durch die eine Einnahmeverbesserung von 300.000 Euro generiert werden soll. Konkret ist das ein heftiger Preissprung, statt maßvolle jährliche Anpassungen. Die Zukunft wird zeigen, ob diese Rechnung aufgeht.

Um das restliche Eigenkapital zu schonen, wird die Stadt den Verlust 2015 in Höhe von voraussichtlich 560.000 Euro komplett abdecken“, fasste SPD-Fraktionssprecher Bernd Lang die Entwicklung der Kurbetriebe zusammen. Zurzeit laufen im Bereich der Technik Sofortmaßnahmen im Umfang von 130.000 Euro. Sie kommen nur schleppend voran.  Daneben war in den letzten Monaten einerseits die Rede von einer Generalsanierung (5,4 Millionen Euro) und andererseits von einer Teilsanierung für 1,5 Millionen Euro mit dem Ziel der Sicherstellung des Betriebs für lediglich drei bis fünf Jahre. Ob Letzteres technisch machbar und sinnvoll ist, bleibt offen. Wie es bei einer Teilsanierung um die Gewährleistung stehen wird, bleibt offen. Was nach den drei bis fünf Jahren kommen soll, bleibt offen. Übriggeblieben sind Ausgaben in Höhe von 300.000 Euro als reine Planungskosten für eine Sanierung zu einem späteren Zeitpunkt. Für 2016 bedeutet das konkret: Was heute kollabiert, wird morgen repariert. „Fahren auf Sicht“ ist angesagt. Ein Antrag für einen Bundeszuschuss in Höhe von 5 Millionen für die Generalsanierung hat sich nicht realisiert. Ein weiterer Antrag an das Land ist in Vorbereitung. Es geht um einen Zuschuss aus EU-Mitteln in Höhe von 1 Million Euro für die Wärmerückgewinnung als Einsparpotential.Eine Ausschreibung für einen hauptamtlichen Geschäftsführer ab 01.04.2016 ist beschlossen. Für das Gelände ehemals Kohlensäurewerk Deutschland an der Brunnenstraße, das sich im Eigentum der Kurbetriebe befindet. gibt es ein Kaufinteresse.

Bernd Lang: „Der Beirat „Römer-Thermen“ aus aufmerksamen, engagierten Besuchern wird regelrecht vernachlässigt. Ein Interesse an der Meinung engagierter Gäste und Kunden der Thermen scheint nicht zu bestehen. Dabei wäre das gerade jetzt mit Blick auf kritische Entscheidungen umso notwendiger. Einige Mängel konnten in der Betriebspause Dezember 2015 beseitigt werden, aber längst nicht alle. Zum Beispiel die Bereiche „Wärmeregulierung Duschwasser“ und „Spinde“. Wenn es um die Kundenzufriedenheit geht, sollte man die Kunden fragen. Wen denn sonst? Die Bürger mit ins Boot holen hat noch nie geschadet.“

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