Aktuelle Nachrichten

Hier finden Sie aktuelle Pressemitteilung aus unserem Ortsverein und zu unseren Projekten

Waren wir in der falschen Sitzung?

Zum Artikel der RZ “Untere Bachstraße: Arbeiten sind im Zeitplan“ vom Samstag, 28.März, 2015, Seite 21

Nach Lesen des RZ-Artikels “Untere Bachstraße: Arbeiten sind im Zeitplan“ am vergangenen Wochenende stellte sich uns spontan die Frage: Waren wir am Dienstagabend in der falschen Veranstaltung, sprich Bauausschuss-Sitzung? Die  entsprechende Verwaltungsvorlage Nr. 0171/2015 für die Sitzung des Bauausschusses der Stadt zu Punkt 4. „Baufortschritt Untere Bachstraße“ weist das Gegenteil davon aus, dass die Arbeiten im Zeitplan sind. Wortwörtlich steht dort: “Im Zuge der Bauarbeiten des Abwasserkanals wurde trotz frühzeitig getroffener Maßnahmen, die Bauzeiten zu verkürzen, bereits im Februar ein Rückstand zum Bauzeitenplan von 9 Wochen festgestellt. Dieser ergab sich aufgrund von sowohl nicht vorhersehbaren Behinderungen in den geöffneten Baugruben als auch Ferienzeiten der ausführenden Firma, die über die gewöhnlichen Ferientage hinausgehen.“ Erklärt wurde darüber hinaus den Ausschussmitgliedern, dass das Nichterscheinen eines Subunternehmens, das die Durchpressung des Bahnkörpers zwischen unterer und oberer Bachstraße durchführen sollte, alleine für einen zeitlichen Rückstand von fast 3 Wochen verantwortlich ist. (Hierfür spricht auch die in einer Veröffentlichung der Verwaltung angekündigte mehrwöchige Sperrung der oberen Bachstraße und dann die Verschiebung dieser Sperrung.)

Zur Erinnerung: Baubeginn war der 20. November 2014 mit dem 1. Spatenstich. Seitdem sind 17 Wochen vergangen. In 17 Kalenderwochen insgesamt 9 Wochen Rückstand zu “erwirtschaften“ heißt, dass die Arbeit faktisch halb so schnell voran ging wie geplant. War also der ursprüngliche Bauzeitenplan eine Luftnummer?

Die Baustellenverantwortlichen gaben in der Sitzung zu verstehen, dass sich der zeitliche Baurückstand durch Zusammenlegung von Bauabschnitten, durch Parallelarbeiten und eine Totalsperrung der Straße über 4 Wochen (bisher war bekanntlich nur eine Teilsperrung über die gesamte Bauzeit vorgesehen) bis zum Zwiebelmarkt aufholen lasse, wenn die Ausschussmitglieder der neuen Ablaufplanung zustimmten. Andernfalls müssten für eine Zwischenfreigabe über Zwiebelmarkt und die anschließende Wiedereinrichtung der Baustelle Zusatzkosten einkalkuliert werden. Die Frage nach eventuell weiteren Bauverzögerungen wurde dahingehend beantwortet, dies könne niemand ausschließen. Ein Antrag der SPD, die betroffenen Hauseigentümer, Anwohner und Geschäftsinhaber der unteren Bachstraße vor einer Beschlussfassung in einem Anliegergespräch hierüber in Kenntnis zu setzen und deren Meinung zu erfragen, wurde mehrheitlich abgelehnt. Offenheit? Bürgernähe? Transparenz? Fehlanzeige!  

Offensichtlich wurden auch in dem Baustellengespräch am letzten Donnerstag die Fakten nicht übermittelt, und die Verwaltung erteilte genau denjenigen Gerüchten eine „klare Absage“, die sie selbst wenige Tage zuvor in einer schriftlichen Vorlage frisch in die Welt gesetzt hat. Die nächsten sechs Monate werden es zeigen. Die von der Verwaltung selbst aufgelegte Messlatte lautet: Die untere Bachstraße ist bis Zwiebelmarkt 2015 komplett fertig gestellt. An diesem Anspruch werden sie die Bürgerinnen und Bürger messen und darunter insbesondere die Gewerbetreibenden im Baufeld vor Ort.

Leo Bell, Rolf Henzgen, Bernd Lang, Manfred Schmitz
Mitglieder des Stadtrates Bad Breisig und Anwesende bei der Sitzung des Bauausschusses am 24.03.2015

Anmelden

Anmelden