Pressemitteilungen der AG Jusos im Breisiger Land

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Am 28. Juni wurde die Gedenkstele für Dieter-Klaus Klein eingeweiht.

Ein Zeichen zur Mahnung

Vertreter/innen aller im VG Rat Bad Breisig vertretenen Fraktionen trafen sich, um die Gedenktafel für Dieter-Klaus Klein einzuweihen. Für die SPD waren Lara Cordier, stellv. Fraktionssprecherin der SPD Breisiger Land sowie Tim Baumann Vorsitzender der Jusos im Breisiger Land vor Ort. Am Abend des 31.07.1992 zeigte der Obdachlose Dieter-Klaus Klein Courage, welche ihm zugleich teuer zu stehen kam. Zwei Rechtsextreme zogen stark alkoholisiert durch den Kurpark, in dem Klein auf der Brunnenmauer schlief. Durch das Gebrüll rechtsextremer Parolen sowie „Sieg Heil“-Rufe wachte Klein auf und stellte die beiden Nazis zur Rede. Als Reaktion der Konfrontation schlugen und traten die beiden Heranwachsenden auf Dieter-Klaus Klein ein und erstachen ihn folgend mit einem Kampfmesser.

(v.l.n.r) Marcel Caspers, Robert Hoß, Beate Deres, Dirk Herminghaus, Lara Cordier, Tim Baumann ; Foto: Achim Gottschalk, allgrafics

1993 wurden beide Täter zu acht Jahren und drei Monate sowie zu sechs Jahren und drei Monate Haft verurteilt. Da die beiden erst 17 Jahre alt waren, griff hier das Jugendstrafrecht. Während beide Täter die Möglichkeit haben, rehabilitiert zu werden und ein weitestgehend normales Leben führen können. Wurde dies Dieter-Klaus Klein durch seine Ermordung genommen. Seit vielen Jahren engagieren sich lokale politische Organisationen und Parteien daran, diese Tat nicht zu vergessen und fordern eine Aufarbeitung und den nötigen Respekt gegenüber einem Mann, der durch sein couragiertes Handeln sein Leben ließ. Als Zeichen der Trauer, Anerkennung und als Mahnmal forderte man eine Gedenkstele an dem Ort, an dem Klein ermordet wurde. Als sich am 24. August 2018 die Jusos im Breisiger Land gründeten, stand die Umsetzung einer Gedenktafel an oberster Stelle.

Durch die Zusammenarbeit mit der Partei die Linke konnte die SPD Fraktion den nötigen Antrag im Stadtrat einbringen und ein erster Schritt war gesetzt. Auch wenn sich einzelne Fraktionen dem Antrag in den Weg stellten und die Umsetzung komplizierter gestalteten, zeigte sich, dass sich ein langer Atem auszahlt.

So konnte nach Monaten hitziger Diskussionen und viel Engagement am 28. Juni die Gedenkstele für Dieter-Klaus Klein in kleiner Runde eingeweiht werden.

„Wir leben in einer Zeit, in der sich Rassisten in Räte wählen lassen und bei Nazi-Demos mitmarschieren. Da ist diese Gedenkstele ein klares Zeichen gegen jede Art von Rassismus“, so Tim Baumann, Vorsitzender der Jusos im Breisiger Land.

„Wenige Tage nach dem Tod von Dieter-Klaus Klein fanden die rassistischen Übergriffe in Rostock-Lichtenhagen statt. Die Anfänge der 90er waren durchsetzt mit nationalsozialistischen Übergriffen. Dass in dieser Zeit ein Mann, den viele am Rande der Gesellschaft eingestuft haben, sich zwei Rechtsextremen in den Weg stellt, zeigt eine Courage, die nicht selbstverständlich ist und dieser gebührt unser aller Respekt. Den wir mit dieser Stele bekunden“, so Baumann weiter.

Am 31.07.2022 jährt sich die Ermordung zum 30. Mal, diesmal aber mit einer Stelle zum Gedenken, der Mahnung und um einem Mann mit dem Respekt zu begegnen, der ihm gebührt.

Zur Umsetzung beigetragen haben: Die Linke Ahrweiler, SPD Breisiger Land, Amadeu Antonio Stiftung und viele Befürworter im Stadtrat.

Pressemeldung

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